PRESSE

"Absagen können auch gute Nachrichten sein. Als sich Lang Lang am Tag vor seinem Auftritt im Barbican Center krank meldete, begann man die eilige Suche nach einer Ersatzperson, die auf internationalen Bühnen mit Liszts ersten Klavierkonzert auftritt. Und man fand die 22-jährige Alice Sara Ott, eine deutsch-japanische Pianistin, die dieses Werk gerade in San Fransisco aufgeführt hatte und deren erste Orchester CD Aufnahme mit Liszt und Tchaikowsky frisch aus der Presse kommt.

Und sie war mehr als nur ein Lückenfüller. Mit langem schwarzen Haar, langen Armen und langen Fingern überspannte sie die Tastatur und spielte mit so kräftiger Resonanz und Autorität, dass man ihr wahres Alter und ihre zierliche Figur vergaß. Es ist Schönheit und zugleich Verschmitztheit in ihrem Spiel, das mit völlig erfrischender Freiheit, Flüssigkeit und bar jeglicher Künstlichkeit erklingt.

Ott ist ebenfalls eine begeisterte Kammermusikerin und sowohl im Duett mit dem Soloklarinettisten des London Symphony Orchesters, Andrew Marriner, als auch später mit den beiden führenden Geigen offenbarte sie tiefe und innige Vertrautheit. Dunkles Hexenwerk erklang im dritten Satz aus dem Klingeln der Triangel, und Otts Finger sprangen von den Tasten als wären sie direkt vom Feuer der Hölle verbrüht. Kleine weisse Füsse betätigen die Pedale, barfüßig betrat und verließ Ott die Bühne. Und pure Lebensfreude brachte uns ihre Zugabe: eine grandiose Interpretation von Chopins Nocturne cis-moll.“

Hilary Finch, The Times, November 2010

"(…) Als Solistin, die kurzfristig für Lang Lang eingesprungen war, trat Alice Sara Ott auf, die eine solch erstaunliche Bravourleistung präsentierte, aus denen Legenden entstehen. Und welch ein Gegensatz zwischen der Kraft ihres Spiels und der Eleganz ihrer Bühnenauftritts (…)

Tim Ashley, The Guardian, November 2010

"Die 22-jährige Münchenerin Alice-Sara Ott (...) hingegen bricht Hörgewohnheiten auf. Auch sie betont das lyrische Moment. Aber wie sie ihrem Skalenspiel immer neue Farben abgewinnt, noch jeder Floskel Bedeutung verleiht, ohne das Stück zu überlasten, lässt das Tschaikowsky-Konzert in neuem Licht erscheinen. Dirigent Thomas Hengelbrock fördert mit den glänzend aufgelegten Münchener Philharmonikern bislang ungehörte Details im Orchester zutage. Gemeinsam gelingt den Beteiligten eine so überlegte wie energetisch aufgeladene Deutung. Von dieser Übereinstimmung profitiert auch Liszts Konzert Nr.1, dessen schmissige Schneidigkeit von Ott und Hengelbrock quasi entmilitarisiert wird und an poetischer Ausdruckskraft gewinnt.“

Matthias Gans, NWZ, Oktober 2010

"Mit dem pompösen Klavierkonzert von Tschaikowsky eröffnet Ott die CD - kraftvoll und klar. Ganz verschmolzen wirkt sie mit dem Orchester, den Münchner Philharmonikern, und löst sich dann als Solistin aus dem Orchesterklang - für ihren ersten Soloeinsatz (…) Bereits in diesem ersten Solo merkt man, mit wie viel Detailfreude Ott gestaltet (…) Eine gelungene Mischung aus Genauigkeit und Gefühl.”

Friederike Westerhaus, NDR, Oktober 2010

"Was allerdings die junge Münchner Pianistin Alice Sara Ott präsentiert, glänzt nicht golden, sondern strahlt, ja schimmert silbern. Nicht das Schwere betont sie, sondern das Leichte, metrisch wie thematisch…Mit viel Aufmerksamkeit widmet sich Ott den anmutigen Feinheiten, die sonst so oft neben den prankengewuchteten Akkord- und Oktavorgien ein Schattendasein führen. Diese Liebe zum Detail schafft Momente, die unmittelbar an ein chopinsches Nocturne erinnern."

Tchaikovsky-Liszt CD, Julia Schölzel, BR, October 2010

"Die schlanke, deutsch-japanische Preisträgerin findet eine ganz eigene Ausdruckswege für den hochvirtuosen Solopart. Da nimmt sie ganze Passagen mit donnernden Oktavgängen ins Pedal und führt sie zu neuen, ungewohnten harmonischen Zusammenklängen. Dann wieder filtert sie überraschend einzelne Melodietöne aus dem Klangrausch heraus und stellt sie als Lichtpunkte in den Raum. Solcherart Gegensätze, in denen sie Kraft und Sensibilität des Anschlags gleichermaßen ausleben kann, bindet sie aber insgesamt in eine Dramaturgie, die auf den großen Zusammenhang des Werkes zielt. Für den großen Jubel nach ihrem Spiel bedankte sich Alice Sara Ott mit der Zugabe von Franz Liszts Etüde "La Campanella", in der sie ihre brillante Spieltechnik noch einmal aufblitzen lassen konnte.“

Karin Koslik and Michael Baumgartl, Nordkurier, August 2010

"Alice Sara Ott spielt ihn heroisch, selbstbewusst, frei ausgreifend, vital sich reckend, sie murmelt ihn nicht geduckt lyrisch wie die meisten Pianisten. (...) Dieser Moment verrät das reife Verständnis einer jungen Musikerin für das Konfliktpotenzial von Chopins Miniaturklavieropern, es zeigt sich ein wahrlich ungewöhnlicher pianistischer Entwicklungsstand. Nicht viele Künstler sind mit 21 Jahren so weit, dass sie kluge Lösungen sogar in Augenblicken anbieten, in denen man sie nicht erwartet.“

Wolfram Goeryz, Die Zeit, 14 March 2010

"Die blutjunge Münchnerin ließ dem kühnen, effektvollen Aufgalopp eine nicht minder packende Parade von Chopins Walzern folgen, deren rhythmische Finesse sie in jener beredten Brillanz ausbreitete, die einst Chopins virtuosen Halbfreund Franz Liszt auszeichnete. Mit dem ersten Dacapo, Liszts Version von Paganinis „Campanella“, deckte sie endgültig die Karten auf: Niemand bewältigt dieses Stück in so irrwitzigem Tempo, ohne die Struktur zu zerstören, niemand außer ihr. Ein Ausnahmetalent (...)“

Jens-Uwe Sommerschuh, Sächsische Zeitung, June 2010


"Ott gelang es dem Instrument die zartesten Töne zu entlocken und steigerte sich im virtuosen dritten Satz zu höchster technischer Brillianz. Chopin, dem die Künstlerin ebenfalls sehr zugetan ist (...), erklang im Riesensaal in zuvor nur selten vernommener Klangfülle.“

Klaus Buchmann, Thüringer Allgemeine Zeitung, May 2010


"Die zierliche Dame in Rot aber zeigt nicht nur eine wundervolle Differenzierung im Bass, eine Gespür für schwebende Nuancen, für allmähliche Intensivierung von Klang, sondern auch die Gabe zutreffender Charakterisierung.(...) Hinreißend und groß, dieser Abend!“

Werner Häußner, Westdeutsche Zeitung, May 2010


"Sie denkt strukturell, nicht technisch, schon indem sie ihr Spiel immer wieder mit dem Orchester mischt, dem Gesamtklang unterordnet. (…) Mitten in Tschaikowskys Tastenrausch findet Ott gerade auch die leisen Stellen, nimmt sich selbstbewusst Raum für Lyrisches, tupft licht verträumte Farbspiele trennscharf hin. Melodielinien und harmonische Strukturen treten deutlich hervor.“

Michael Stallknecht, Süddeutsche Zeitung, May 2010


"Mit unerwarteter physischer wie hinreißend expressiver Kraft pflegt die Künstlerin die Tonkunst als das Zerbrechlichste, was sich denken lässt, und verwebt sie dabei zu widerstandsfähigem Zusammenhalt. (...) Für die Delikatesse ihres - tadellos treffsicheren - Anschlags schafft sie durch behutsame Pedalarbeit schimmernde Räumlichkeit.“

Michael Thumser, Frankenpost, 19 April 2010


"Alice Sara Ott spielt ihn heroisch, selbstbewusst, frei ausgreifend, vital sich reckend, sie murmelt ihn nicht geduckt lyrisch wie die mesiten Pianisten. (...) Dieser Moment verrät das reife Verständnis einer jungen Musikerin für das Konfliktpitenzial von Chopins Miniaturklavieropern, es zeit sich ein wahrlich ungewöhnlicher pianistischer Entwicklungsstand. Nicht viele Künstler sind mit 21 Jahren so weit, dass sie kluge Lösungen sogar in Augenblicken anbieten, in denen man sie nicht erwartet.“

Wolfram Goeryz, Die Zeit, 14 March 2010


"Robust und musikalisch erzählreudig, offen und attraktiv für alle medialen Lagen gerüstet, ist sie die eindeutig Beste im Klavier-Pensionat der letzten Jahre (...) "

"Die 21-jährige Alice Sara Ott haut mit grosser Pranke in die Tasten - und ist die Beste unter den jungen Klavierspielerinnen.“

Kai Luehrs-Kaiser, Sonntagszeitung, 14 March 2010


"Wenn Ott Klavier spielt, so wird in jedem Ton eine eigene Sicht, eine eigene musikalische Sprache hörbar - ob sie einem nun im Einzelnen gefällt oder nicht, ist dabei egal. (...) Otts Chopin-Spiel besitzt eine behände Leichtigkeit, sie hüllt diese Walzer in Tüll, aber nicht in Kitsch. Sie spielt mit einer wunderbaren Klarheit, verzichtet auf deftigen Pedalgebrauch. Das allein ist schon viel wert und zeugt von der Seriosität ihres Klavierspiels.“

CD of the week (Chopin), NDR Kultur, January 2010


"...zwei technisch aberwitzig anspruchsvollen Stücke, die von der jungen Musikerin ebenso überragend interpretiert wie vom Publikum enthusiastisch aufgenommen werden. (...)Franz Liszts Glöckchenetüde La Campanella erweist sich am Ende eines großen Abends als bestens geeignet, um das bereits in Bravi-Stimmung befindliche Publikum auch noch zu Standing Ovations hinzureißen.“

Oliver Stenzel, Kieler Nachrichten, January 2010


"Ihr Spiel ist durchsichtig, aber prägnant, das Pedal bekommt bei ihr fast eine Nebenrolle. Es wird nicht geschmust, sondern schlagkräftig Atmosphäre erzeugt. Doch kennt sie auch Momente des Innehalten, des fragil Poetischen. Ein charmanter Chopin-Auftakt.”

Chopin CD, Manuel Brug, Die Welt, January 2010


"Die japanischstämmige Deutsche gibt Gas, erhaben über virtuose Tücken und mit schöner gesanglicher Linie. Keine Frage: Alice Sara Ott steht fortan auf dem konzertanten Wunschzettel...”

Offenbach Post, December 2009


"Die junge Pianistin Alice Sara Ott gab Ravels Musik ein perlend fließendes Linienwerk und legte die zuweilen schroffe, pointierte Rhythmik höflich zurückhaltend darunter, schaffte mit der rechten Hand überraschende Akzentuierungen, in denen sich zuweilen etwas wie eine Nebenmotivik aus dem Material schälte, ließ Blues-Anklänge vornehm aufleuchten und gab sich insgesamt technisch brillant und voller Sensibilität für die grundsätzlich nostalgische Gestimmtheit des Konzerts."

Hans-Juergen Linke, Frankfurter Rundschau, December 2009


"Natürlich ist der superschlanke, hochkonzentriert am Flügel sitzende Jungstar mitreißend in der Geschwindigkeit zu Hause. Doch in der sehr gut besuchten Matinée im Opernhaus (Glucksaal) faszinierte sie auch in den sensiblen Abtönungen und leuchtender Sanglichkeit."

Egon Bezold, Nürnberger Zeitung, December 2009


"Die pianistische Begabung der 21-Jährigen ist eindeutig, die Leichtigkeit auch in raschen Passagen imponiert, ihre romantische Kantilene besitzt Kultiviertheit."

Wolgang Schreiber, Süddeutsche Zeitung, November 2009


"Ott shaped the variations like random statements of truth seemingly led by a magic hand and which connected with the orchestra."

Helmut Peters, Die Welt, October 2009


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